Wie sieht die Spannungsverteilung im Halbmond aus?
In dieser 9-Schritte-Abfolge kann man beobachten, wie sich Anjaneyasana von der einfachen Basis-Variante bis hin zur fortgeschrittenen Profi-Ausführung entwickelt.
Das Besondere an diesem Video: Pfeile zeigen Ihnen exakt, an welchen Stellen eine intensive Konzentration und Kontraktion stattfinden muss und in welche Richtung die Bewegung weit und dynamisch ausgleitet.
Was Sie unter anderem von dieser Asana-Bildreihe lernen können:
- Exakte Spannungsverteilung für mehr Stabilität im Halbmond
- Wie man die Beine in eine Dynamik führen kann
- Klare Anschauungsbilder für Bewegungen, die zur Erhöhung der Flexibilität in der Brustwirbelsäule führen
Egal, ob Sie Yoga-Anfänger sind oder Ihre Praxis vertiefen möchten – nutzen Sie diese Schritt-für-Schritt-Abfolge als visuelle Ausrichtungshilfe für effektiven Fortschritt.


Bild 1 und 2: Die Basis und die Beindynamik
- Richten Sie das vordere Knie stabil über dem Knöchel aus und achten Sie darauf, dass sich das nach hinten gerichtete Bein in einer Linie mit dem vorderen Knie befindet. Ziehen Sie das hintere Bein an das Kreuzbein heran, sodass ein tieferes Einsinken in den weiten Stand möglich wird. Der Oberkörper mit Schultern, Nacken und Kopf bleibt möglichst entspannt.
- Die Beindynamik lässt sich weiter ausbauen, indem Sie einerseits die Beine heranziehen und im Kreuzbeinbereich kontrahieren und sich zum anderen die Bewegungsrichtung nach vorne zum Knie und nach hinten bis über den Knöchel hinaus vorstellen. Mit dem tieferen Einsinken bildet sich eine exakte und dynamische Linie zwischen den Knien, siehe Bild 2.

Bild 3: Exakter Spannungsaufbau & Zentrierung
Die eingezeichneten Pfeile verdeutlichen das Zusammenspiel der Richtungen:
Während durch die Beindynamik eine starke Zentrierung im Kreuzbein stattfindet, hebt sich der Übende aktiv aus dem Brustbein nach oben und hinten heraus.


Bild 4 und 5: Ausdehnung und axiale Länge
Die Kontraktion im Beckenbereich erhöht sich weiterhin, sodass aus der starken Zentrierung im ersten und zweiten Zentrum eine weitere Ausdehnung in der Brustwirbelsäule möglich wird.


Bild 6 und 7: Maximale Ausdehnung
In dieser fortgeschrittenen Stufe gelangt der Oberkörper bis in die Horizontale. Der Blick folgt der Bewegung der Hände, ohne dass man dabei den Nacken fixiert.


Bild 8 und 9: Maximale Ausdehnung mit aufgestelltem Fuß
Eine fortgeschrittene Variation für erfahrene Praktizierende: der hintere Fuß wird aufgestellt und erneut aktiv an das Becken herangezogen. Die Arme streben zunächst in einer Linie nach hinten, um schließlich durch eine nochmals neu angesetzte Zentrierung in der Brustwirbelsäule und der Formung eines Bogens die hintere Ferse zu berühren.
Fazit
Durch das genaue Studieren der Bilder mit der Bewegungsdyanmik und durch die wiederholte Praxis wird es möglich, den Körper im Sinne einer exakten Spannungsverteilung zu formen und bisherige Grenzen zu überwinden.
